Monitoring weather and climate from space

Pressemitteilungen

15. November 2005

Starttermin für Metop-Satellit bestätigt

Der Starttermin für Europas ersten polarumlaufenden Wettersatelliten wurde für den 30. Juni 2006 bestätigt. Der erste Satellit aus der Serie der “Metop"-Satelliten wird an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur in eine polare Umlaufbahn gestartet. Sobald er seine Position in 837 km Höhe mit Äquatorüberquerung jeweils um 09:30 Ortszeit (absteigender Knoten) erreicht hat, wird sein Name Metop-A lauten.

Metop-A wird globale Daten liefern, die zur Verbesserung von Unwettervorhersagen und Katastrophenschutz beitragen und auch für die Klima- und Umweltbeobachtung hilfreich sein werden. Die Metop-Reihe besteht aus insgesamt drei Satelliten, die bis ins Jahr 2020 operationelle Daten aus der polaren Umlaufbahn liefern sollen. Der Satellit wird mit dem Infrared Atmospheric Sounding Interferometer, kurz IASI genannt, ausgestattet sein. Das IASI-Interferometer ist das modernste aller Instrumente zur Erstellung höchst genauer Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile der Atmosphäre. Mit IASI werden auch Spurengase, wie z.B. Ozon, Kohlenmonoxid, Distickstoffoxid, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und Methan, gemessen, die für die Zusammensetzung der Atmosphäre relevant sind.Die höchst präzisen Messwerte von IASI werden auf dem Gebiet der Beobachtung
von Klima und Umwelt von erheblicher Bedeutung sein.

Die Metop-Satelliten wurden in einem Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und EUMETSAT entwickelt. Hauptauftragnehmer ist die Firma EADS Astrium. Die Metop-Satelliten sind mit insgesamt 11 Instrumenten ausgestattet, die von EUMETSAT, der ESA, der französischen Raumfahrtagentur CNES und der US-amerikanischen Wetterbehörde NOAA bereitgestellt werden.

EUMETSAT

Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation, die für 18 europäische Staaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei und das Vereinigte Königreich) meteorologische aktive Satelliten etabliert und unterhält. EUMETSAT hat 11 Kooperationsstaatsverträge unterzeichnet. Jene mit Bulgarien, Kroatien, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und der Tschechischen Republik sind bereits in Kraft getreten, wohingegen der Vertrag mit Serbien und Montenegro in naher Zukunft ratifiziert werden soll.

EUMETSAT betreibt gegenwärtig Meteosat-6, -7 und -8 über Europa und Afrika und Meteosat-5 über dem Indischen Ozean.

Die Daten, Produkte und Dienste von den Satelliten von EUMETSAT leisten einen bedeutenden Beitrag für die Wettervorhersage und für die Überwachung des globalen Klimas.

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