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16. Dezember 2008
Polen macht Beitritt zu EUMETSAT festHochrangige Funktionäre aus Polen besuchten heute EUMETSAT, um die letzten Einzelheiten bezüglich des Beitritt Polens als Mitgliedsstaat abzuschließen.
Stanisław Gawłowski, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, und Prof. Mieczysław Ostojski, Generaldirektor des polnischen Nationalen Wetterdiensts (Instytucie Meteorologii i Gospodarki Wodnej, IMGW), trafen sich mit einer von Generaldirektor Dr. Lars Prahm angeführten Delegation von EUMETSAT-Vertretern. Polen war seit Januar 2000 Kooperationsstaat von EUMETSAT und wird nun als größter Kooperationsstaat im Laufe des Jahres 2009 Vollmitglied der Organisation werden. Als Mitgliedsstaat wird Polen voll in den Entscheidungsfindungsprozess bei EUMETSAT eingebunden sein, bekommt uneingeschränkten Zugang zu allen EUMETSAT Daten und Produkten und die polnische Wirtschaft kann sich um die Vergabe von Aufträgen mitbewerben. Polen wird sich an EUMETSATs Standardprogrammen beteiligen. Staatssekretär Gawloski zufolge "wird Polens Beitritt zu EUMETSAT die Möglichkeiten der genauen Vorhersage schnell ziehender Unwetterfronten und damit der Katastrophenvorsorge und Gefahrenabwehr im Land deutlich verbessern und so zur Rettung von Menschenleben und zum Schutz von Eigentum beitragen." Dr. Prahm äußerte sich erfreut über die Tatsache, Polen in der "Staatenfamilie" EUMETSATs begrüßen zu dürfen. In Vorträgen wurden der polnischen Delegation die Organisation EUMETSAT und ihre Programme und Anwendungen vorgestellt. Das Programm beinhaltete auch einen Rundgang durch das EUMETSAT-Kontrollzentrum. Über EUMETSAT Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 22 europäischen Mitgliedsstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich) und acht Kooperationsstaaten (Bulgarien, Estland, Island, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und die Tschechische Republik). EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten Meteosat-8 und –9 über Europa und Afrika sowie Meteosat-6 und -7 über dem Indischen Ozean. Metop-A, Europas erster polarumlaufender Wettersatellit, wurde im Oktober 2006 gestartet und liefert seit dem 15. Mai 2007 operationelle Daten. Der Meeresbeobachtungssatellit Jason-2, der am 20. Juni 2008 an der Start ging, erweitert die bisherige Palette von EUMETSAT um Daten zur Topographie der Meeresoberflächen. Die Daten und Produkte der Satelliten von EUMETSAT leisten einen bedeutenden Beitrag für die Wettervorhersage und für die Überwachung des globalen Klimas. |
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