Erster Spatenstich für EUMETSAT’s neues Infrastruktur-Gebäude

Am 13. Oktober wurde der erste Spatenstich zum Bau des neuen Infrastrukturgebäudes von EUMETSAT vorgenommen

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Press Release - 101013- New building (sml)

Die entsprechende Zeremonie fand statt unter der Leitung von EUMETSATs Director-General, Dr. Lars Prahm, und dem Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, Herr Walter Hoffmann.

In seiner Rede bei der Zeremonie stellte Dr. Lars Prahm fest, dass das neue Infrastrukturgebäude “...unserer Organisation eine neue Dimension hinzufügen wird – nicht nur was die Infrastruktur betrifft, sondern auch im Hinblick auf EUMETSATs Aktivitäten in Zukunft. Ein gesondertes Infrastrukturgebäude bedeutet in der Tat, dass wir in der Lage sein werden, die technischen und operationellen Einrichtungen unterzubringen, die wir brauchen, um EUMETSATs gegenwärtige wie auch zukünftige Satellitensysteme zur Überwachung von Wetter, Klima und Umwelt zu betreiben“.

Kurzbeschreibung des Neubaus für das EUMETSAT Infrastrukturgebäude:

Das neue Infrastrukturgebäude wird primär zur Unterbringung von technischer bzw. operationeller Ausrüstung genutzt, mit denen die EUMETSAT-Satellitensysteme zur Wetter-, Klima- und Umweltbeobachtung überwacht und gesteuert werden.

Im Erdgeschoss und im Untergeschoss befinden sich umfangreiche high tech haustechnische Installationen, die für den ununterbrochenen  Dauerbetrieb eines solchen Gebäudes erforderlich sind. Das Dach wurde speziell  konzipiert für die Installation von Antennenanlagen zum Empfang der Satellitendaten.

Bei der technischen Planung des Gebäudes wurde allergrößten Wert auf energetische Effizienz und auf Einhaltung ökologischer und ökonomischer Standards gelegt. Die EnEV 2009 sowie der  europäische Verhaltenskodex für energieeffiziente  Rechenzentren  spielten dabei eine wichtige Rolle.

Die Aussenhülle des Gebäudes besteht aus einer Stahlskelettkonstruktion.

Das Grundstück zur Errichtung des Gebäudes grenzt unmittelbar südlich an das EUMETSAT-Hauptgebäude und wird mit diesem durch einen Tunnelgang verbunden. Es wurde EUMETSAT von der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Land Hessen zur Verfügung gestellt.

 
Gebäudenutzfläche3,500 m2
Gebäudekosten9.5 Mio€
Geplante Bauzeit14-15 Monate (Fertigstellung Ende 12/2011)
PlanungsteamArchitektur: Pielok-Marquardt-Architekten, Offenbach
Haustechnik: dc-ce, Frankfurt
Elektrotechnik: Schnabel AG, Frankfurt
Statik: ISG Darmstadt
GeneralunternehmerLeonhard Weiss GmbH & Co. KG, Satteldorf

Über EUMETSAT

Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 25 europäischen Mitgliedsstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich) und sechs Kooperationsstaaten (Bulgarien, Estland, Island, Litauen, Rumänien und Serbien).

EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten Meteosat-8 und –9 über Europa und Afrika sowie Meteosat-6 und -7 über dem Indischen Ozean.

Metop-A, Europas erster polarumlaufender Wettersatellit, wurde im Oktober 2006 gestartet und liefert seit dem 15. Mai 2007 operationelle Daten.

Der Meeresbeobachtungssatellit Jason-2, der am 20. Juni 2008 an den Start ging, erweitert die bisherige Palette von EUMETSAT um Daten zur Topographie der Meeresoberflächen.

EUMETSATs Daten, Produkte und Dienste leisten einen bedeutenden Beitrag für die Wettervorhersage und für die Überwachung des globalen Klimas.

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