EUMETSAT startet Pilotphase der „Big Data“-Dienste für alle Nutzer im Herbst 2019

Gemäß Beschluss des EUMETSAT-Rats werden ab Herbst 2019 allen Nutzern der meteorologischen und klimabezogenen Daten der Organisation vier „Big Data“-Pilotdienste zugänglich gemacht.

Dienstag, 02. Juli 2019

Eine gemeinsame Cloud-Infrastruktur und ein „Data Lake“ dienen als Basis für diese vier Pilotdienste und ermöglichen Online-Datenzugriff, Multicasting über ein terrestrisches Breitband-Netzwerk, erweiterte Web-Map-Services und Online-Services zur kundenspezifischen Produktanpassung .

Mit der Validierung dieser wegweisenden Massendatenservices durch die nationalen Wetterdienste sollen die Big-Data-Dienste von EUMETSAT nach der offenen Pilotphase Mitte 2021 ihren regulären Betrieb aufnehmen. In der Zwischenzeit plant EUMETSAT die Entwicklung eines fünften Pilotdienstes für gehostete Datenverarbeitung, der auf den Nutzungserfahrungen mit der WEkEO Copernicus DIAS-Plattform (Data and Information Access Service) basiert, welche in Zusammenarbeit mit ECMWF und Mercator-Ocean International eingerichtet wurde.

Bei seiner Sitzung vergangene Woche in Darmstadt hat der Rat ebenfalls entschieden, die Integration und Testsequenz des Metop-SG B1-Satelliten neu zu projektieren und den Starttermin auf Ende 2023 zu verlegen, ein Jahr nach dem Start des Metop-SG A1-Satelliten. Dies wurde aufgrund von Ressourcenkonflikten erforderlich, die der Start beider Satelliten innerhalb eines kürzeren Zeitraums mit sich bringen würde. Die Zwillingssatelliten-Konfiguration des EUMETSAT Polarsystems der zweiten Generation (EPS-SG) wird somit Anfang 2024 vollständig eingerichtet sein, nach dem Start von Metop-SG A1 Ende 2022 und von Metop-SG B1 Ende 2023.

Der Rat fasste darüber hinaus den Beschluss, eine Kinderbetreuungseinrichtung mit 44 Plätzen am Standort aufzubauen, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab Januar 2022 zur Verfügung stehen soll.

„Diese Entscheidung unseres Rates ist ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen unserer Familienpolitik — ein grundlegender Faktor der Attraktivität von EUMETSAT für junge Fachkräfte, die ihren Beitrag zu unserer einzigartigen Mission in einem unterstützenden und integrativen Umfeld leisten möchten“, freut sich Generaldirektor Alain Ratier.

Abschließend erteilte der Rat einem neuen Stromversorgungsvertrag seine Zustimmung, der dafür sorgt, dass die EUMETSAT-Zentrale ab November dieses Jahres zu 100 Prozent mit „grünem“ Strom aus erneuerbaren Energien arbeitet.

Über EUMETSAT

Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 30 europäischen Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich).

EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten Meteosat-9, -10 und -11 über Europa und Afrika sowie Meteosat-8 über dem Indischen Ozean.

EUMETSAT betreibt zwei polarumlaufende Metop-Satelliten als Bestandteil des Initial Joint Polar System (IJPS) mit der US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

EUMETSAT ist auch Partner in den von Europa und den USA gemeinschaftlich durchgeführten Jason-Missionen zur hochpräzisen Meeresspiegelmessung (Jason-2, Jason-3 und Jason-CS/Sentinel-6).

Die Daten und Produkte der operationellen EUMETSAT-Satelliten leisten einen bedeutenden Beitrag zur Wettervorhersage und zur Überwachung der Umwelt und des Klimawandels.

Die EU hat EUMETSAT damit betraut, in ihrem Auftrag die vier Sentinel-Missionen der Copernicus-Weltraumkomponente zur Beobachtung der Atmosphäre, des Ozeans und des Klimas zu betreiben. EUMETSAT führt diese Aufgaben in Zusammenarbeit mit der ESA durch und betreibt bereits die Sentinel-3-Meeresmission.

EUMETSAT arbeitet mit Betreibern von Erdbeobachtungssatelliten aus Europa sowie China, Indien, Japan, Russland, Südkorea und den Vereinigten Staaten zusammen.

EUMETSAT-Pressestelle:

Tel: +49 6151 807 7320
E-Mail: press@eumetsat.int

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