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Direkt Datenübertragung auf Metop-A wieder in Betrieb

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Das System für direkte Datenübermittlung (AHRPT) an Bord des EUMETSAT-Satelliten Metop-A ist nach erfolgreichem Abschluss einer zweimonatigen Testphase im Oktober und November nun wieder in Betrieb

Last Updated

23 September 2020

Published on

12 February 2009

Der operationelle Betrieb wurde für ein begrenztes Gebiet im Nordatlantik und in Europa wieder aufgenommen, nachdem das System im Juli 2007 aufgrund eines Fehlers an Bord des Satelliten ausgefallen war. Die Ursache konnte festgestellt werden und es erfolgten entsprechende Maßnahmen zur Behebung der Fehlfunktion.

Dies ist eine gute Nachricht für alle Nutzer, die bereits Antennen zum Empfang von Daten per AHRPT erworben hatten und nun Nutzen aus ihrer Investition ziehen können. Damit ist es - so wie ursprünglich geplant – jetzt auch möglich Metop Daten und –Produkte im Rahmen des EARS-Übertragungsdiensts (EUMETSAT Advanced Retransmission Service) bereitzustellen und die bestehenden HRPT-Stationen rund um den Nordatlantik und in Europa zu nutzen.

Die Tests konzentrierten sich auf die möglichst zeitnahe Bereitstellung von Daten aus Überflügen über den Nordatlantik und Europa. Für Überflüge in südlicher Richtung ist AHRPT über dem Nordatlantik und Europa (beginnend bei 60° N) aktiviert. Die Überflüge in nördlicher Richtung werden aus Daten des Global Dumps bereitgestellt, und zwar die Daten des Advanced Scatterometer ASCAT, des Sondierungsinstrumentpakets ATOVS sowie des AVHRR-Radiometers.

Die Daten der drei Instrumente, ASCAT, ATOVS und AVHRR, werden bald auf dem gesamten EARS-Stationsnetz bereitgestellt werden können. Schon jetzt sind sie über die HRPT-Station am französischen Centre de Météorologie spatiale in Lannion, die AHRPT-Station des griechischen Wetterdiensts in Athen und die HRPT-Station des spanischen Instituto Nacional de Tecnica Aerospacial in Maspalomas verfügbar.

Regionale AHRPT  und Fast Dump Extract Produkte sollen auch per EUMETCast, EUMETSATs Datenverteilsystem für die Nahezu-Echtzeit-Übermittlung von Umweltdaten, verbreitet werden.

Das AHRPT-system an Bord von Metop war im Juli 2007 ausgefallen, nachdem der SSPA-Leistungsverstärker (Solid State Power Amplifier) infolge der Beschädigung eines seiner Leistungstransistoren durch Schwerionenstrahlung nicht mehr funktionierte. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine derartige Störung wiederholt, wurde dadurch reduziert, dass sowohl die nördlichen als auch die südlichen Polargebiete mit hohem Ionenfluss sowie das Gebiet der sogenannten südatlantischen Anomalie mit ihrem hohen Protonenfluss aus dem neu definierten Operationsgebiet ausgespart werden. Absolut sichere Operationsgebiete gibt es jedoch nicht und weitere Ausfälle sind während der gesamten Lebensdauer von Metop-A nicht ganz auszuschließen.

Darüber hinaus werden die entsprechenden Module auf Metop-B und –C modifiziert, so dass sie in der Strahlungsumgebung sicher funktionieren können. Das AHRPT-Subsystem an Bord dieser Satelliten wird völlig neu konstruiert, damit nach deren Starts 2012 bzw. 2016 eine dauerhafte Verfügbarkeit der AHRPT-Daten gewährleistet werden kann.

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